Mel’s Blog

Kuriositäten des Alltags

Don´t waste your chance :)

Wenn man bedenkt dass das gesamte Universum 13,75 Milliarden Jahre alt ist, und ca. 100 Mrd. Galaxien mit etwa 10 ^22 Planeten beinhaltet, liegt  die Wahrscheinlichkeit in diesem Augenblick einer von 6,93 Mrd. zur Zeit lebenden Menschen auf dieser Erde zu sein bei ~ 1:1964285714285714285714285714285,7. Selbst ein Lottogewinn mit 6 Richtigen ist 1404685037331726904873462,2938403 mal wahrscheinlicher, als ein Menschenleben in diesem Universum zu erhalten. —> DON´T WASTE YOUR CHANCE ! ;-)

die Form der Norm

Siehst Du all die Fliegen schwirren?
Die Mehrheit kann sich doch nicht irren
Auf, tun wir´s auf die gleiche Weise
Und Millionen Fliegen fressen Scheisse

Vor den Phrasen stehen die Vorgaben
Und zum Verstecken sind die Schubladen
Marschiere mit und reih dich ein
steck deine Furcht in diese rein
und die Wahrheit auch gleich mit
Auf, weiter im Gleichschritt !

Ist Jemand, der sich nie beschwert
am Ende wirklich unbeschwert?
Oder liess er´s bloss mit sich machen,
wie all die anderen, dressierten Affen?

Zombies im Kaufhaus

Den stoischen Blick auf das buntflimmernde, silber- oder goldglitzernde Objekt der Begierde gehaftet, rempeln sie alles um, was sich im Weg befindet. Da werden lauthals jammernde Kinder gnadenlos mitgeschleift, gehbehinderte Senioren zur Seite geschoben, und sich mit unersättlichem Konsumhunger auf all das gestürtzt, was es ja bald nicht mehr gibt, weil es plötzlich alle haben wollen. Die aufgerissenen Augen suchen gierig nach allem, was den farblichen Schlüsselreizen Gold, Rot und Grün entspricht, oder aber kitschig genug glitzert - im besten Falle beides. Dass das zur Zeit auf so ziemlich alles zutrifft, was die überladenen Warenregale hergeben, macht das Chaos komplett. Zu keiner klaren Entscheidung mehr fähig, wissen sie nicht mehr, wohin sie wollen, was sie wollen, oder wonach sie ürsprünglich eigentlich gesucht haben - Fatal System Error - Ab jetzt gilt: “Es ist gold, es glitzert, ich muss es haben!” Letzeres scheint sich dann in einer Art Grundbefehl manifestiert zu haben, denn das gedankenlose Zugreifen macht auch bei den Lebensmitteln nicht halt. Ich war in vier verschiedenen Geschäften, und an jeder Gemüsetheke waren alle möglichen Salatsorten restlos ausverkauft! Fast könnte man denken, der Krieg sei ausgebrochen, aber nein! es weihnachtet bloss. Und gerade als ich glaube, dem Wahnsinn im Kaufhaus entkommen zu sein, geht der Horror auf dem Parkplatz weiter. Ich will bloss weg, aber ich komme kaum von der Stelle. Andauernd muss ich bremsen, weil mir ziel- und planlose Zombies mit verwirrtem Blick in alle Richtungen vors Auto torkeln. Zuerst rennen sie mir einfach vors Auto, dann bleiben sie stehen, geben vor die Richtung zu ändern, nur um dann doch wieder vor die Motorhaube zu schwanken. Der ganz normale Wahnsinn einen Tag vor Heilig Abend… und ich wollte doch bloss einen Salat haben.

Anders

“Anders” heisst in dem Falle nichts anderes, als anders als Du.
So gesehen, sehen aber alle anderen alles mögliche anders als Du.
Das Einzige, was jeder Mensch mit allen anderen gemeinsam hat, ist der Unterschied zu ihnen.

Alle gleich - das sind wir später, 6 Fuss tiefer unter der Erde. ;-)

Paranioa

Wenn der Paranoide sich verfolgt fühlt, wird er anfangen sein ihm übel wollendes Umfeld ganz genau zu beobachten. Darum ist es eigentlich nicht das Problem des Paranoiden, beobachtet zu werden, sondern eher das Problem der nicht paranoid erkrankten Mitbüger in seiner Nähe. Die wissen aber gar nicht, dass sie beobachtet werden, denn ihnen fehlt es, aufgrund der nicht vorhandenen Paranoia an Verfolgungswahn. Wie unfair dem Paranoiden gegenüber, der sich grade im Mittelpunkt einer Verschwörungstheorie wähnt, obwohl sich kein Schwein für ihn interessiert. Aber woher sollte der Irre auch wissen, dass er irre ist? – Dazu ist er ja viel zu irre.

Insomnia

Schlaflos und Ratlos… Was bleibt einem da schon übrig, ausser wach zu bleiben?
Das Wachbleiben müde macht, dürfte klar sein. Das Müdesein alleine nicht ausreicht, um Schlafen zu können, ist eine andere Sache. Jetzt müsste man nur noch verstehen, wie müde man sein muss, um sich dieser Thematik zu widmen. Noch müder sind diejenigen, die das Problem unbedingt lösen wollen. Und noch müder sind alle die, die versuchen, ihren Lösungsansatz allen anderen übermüdeten Chaoten zu erklären. - Das ergäbe eine interessante Selbsthilfegruppe. Mit solchen Treffen könnte man ganze Nächte füllen. Also ihr, des Schlafens müde Gewordenen, bilden wir einen Stuhlkreis und reden darüber… aber ich geh jetzt ins Bett. Gute Nacht.

Fotos aus Giens

Ein sonniges “bonjour” aus dem Süden bringe ich mit, und natürlich auch jede Menge Fotos direkt aus dem Paradies. Giens ist eine Halbinsel am südlichsten Zipfel der Cote d´Azur, und ein facettenreiches Naturschutzgebiet, ein Surf- und Taucherparadies, und einfach der richtige Ort zum relaxen.

Ach, schaut euch einfach die Bilder an.

Viel Spass beim Träumen.

;-)


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Bitte entschuldigen Sie…

…dass ich das Leben nicht zum Kotzen finde.
Irgendwie scheint es normal geworden zu sein, grundsätzlich dagegen zu sein, und alles scheisse zu finden. Dass man sich über erhöhte Benzinpreise ärgert, kann ich ja noch nachvollziehen, und die ständig steigenden Gaspreise finde ich, zugegeben, auch besch…! Darüber könnte man ja noch eine sinnvolle Diskussion führen, aber irgendwie höre ich ständig nur diese flachen, abgelutschten Verallgemeinerungen. Das Leben ist scheisse, und nichts hat einen Sinn. - Aha!
Bei genauerer Nachfrage stellt sich dann lediglich heraus, dass manche Menschen chronisch unzufrieden sind, weil sie mit ihrem Leben nix anzufangen wissen, den falschen Partner erwischt haben, oder einfach im falschen Job gelandet sind. Alles kein Grund zur Verzweiflung, nichts was sich nicht ändern liesse. Aber anstatt sich über die Lösung ihres Problems Gedanken zu machen, und diese dann in die Tat umzusetzen, grübeln sie lieber über das Dilemma nach, und brüten darauf herum. Achja, es kann ja so schön sein, zu jammern, zu quengeln und sich ungerecht behandelt zu fühlen. Mir scheint es so, als seien diese Menschen an einer Lösung überhaupt nicht interessiert, sondern eher am Mitleid, Verständnis und Trost anderer. Jammerleid als neue Volkskrankheit. Da wird dem eigenen Leben jeglichen Sinn abgesprochen, weil einfach nix glücklich macht, und nix zufrieden stellt.
Ich komme mir langsam schon vor, wie eine psychisch Kranke, weil ich nicht an Depressionen leide. Ja, ich bekomme fast ein schlechtes Gewissen, weil ich glücklich bin. Irgendetwas stimmt mit mir wohl nicht, denn ich habe einfach keine Lust, mich an all dem Mist festzubeissen und aufzuhängen. Es ist mir beinahe peinlich, aber ich muss gestehen, dass ich das kommende Sommerwetter einfach herrlich finde, und verrückterweise sogar Spass an Schwimmen, Radfahren und ähnlichen Aktivitäten habe. Und wenn ich in meinem Strandstuhl im Garten unterm Kirschbaum sitze, eine eiskalte Cola geniesse, und ein gutes Buch lese, dann kommt mir mein Leben so gar nicht zum Kotzen vor.
;-)

Der Tod jeglichen Individualismus

Ist ein Rebell auch dann noch ein Rebell, wenn der Mainstream ihm vorschreibt, einer zu sein?
Ist Rebellion noch Rebellion, wenn es Trend geworden ist, zu rebellieren?
Wie geschlossen kann man eigentlich “anders” sein?

Wir sind eine Generation von Rebellen. Wir sind nicht wie die Anderen, wir sind anders. Und immer dagegen.
Wir sind sowas von dagegen, dass es auch komplett irrelevant ist, wogegen wir eigentlich rebellieren.
Aber das spielt auch gar keine Rolle, denn es gibt ja jede Menge Phrasen, die wir aufgeschnappt haben, und runterleiern können, ohne deren Bedeutung je erfasst zu haben. Welcher Rebell muss heute noch selbst denken? Die alternative Weltanschauung wird einem ja in mundgerechten Happen von der entsprechenden Subkultur vorgekaut, und aufgetischt. Wir brauchen nur noch “Amen” zu sagen - und das kann jeder Idiot.
Wir möchten krampfhaft anders sein. Aber bitte nicht allein. Anders sein, aber bitte geschlossen, in einer Gruppe. Und bitte schön alle gleich. Und immer schön an die Regeln des Rebellentums halten! Sonst gehören wir ja nicht dazu - und dazugehören, zu einer sich abgrenzenden Szene, ist ja wichtig.
In einer Szene sagt man dir, wie du auszusehen hast, damit man dich auf den ersten Blick auch in die Schublade stecken kann, die du dir ausgesucht hast.
Man sagt dir, welche Musik du zu mögen hast, welchen Geschmack du haben musst, welche Lebenseinstellung du vertreten sollst,  und letzendlich bekommst du sogar vorgegeben, wie du dich ausdrückst.

- Mir fällt dabei immer dieses absolut dämliche T-shirt ein, dass einige “Individualisten” so gern tragen… “Ihr lacht über mich, weil ich anders bin - ich lache über euch, denn  ihr seid alle gleich!” - dieses T-Shirt wird von den “anderen” tausendfach in einem sehr kommerziellen Mailorder-Katalog bestellt, und dann von einem Vertreter irgendeiner Szene, in den man ihn auch sofort einordnen kann, getragen…  und dann frage ich mich mit einem Schmunzeln, ob er die Ironie, die er da gerade zur Schau stellt, auch irgendwann mal rafft.

Ich persönlich ziehe jedes echte Individum, einem Szene-Nachläufer vor, der nur eine breite Masse uniformierter Andersartigen vertritt.

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